Wissenswertes über unsere Tänze

BOOGIE-WOOGIE
Ursprünglich ist Boogie-Woogie eine pianistische Technik zur Begleitung des Bluesgesang. Charakteristisch für den Boogie-Woogie ist die Pianobegleitung mit dem Stark rollenden Bass.
Boogie Woogie wird zu Musik der späten 40er und 50er getanzt (z. B. Boogie Woogie, Rhythm 'n' Blues, Rock 'n' Roll, Rockabilly). Diese heiße und fröhliche Musik lässt die Füße der Tänzer fliegen und die Gesichter lachen. Boogie Woogie ist reich an typischen Figuren und Schritten, die in viele andere Tanzstile übernommen wurden. Heute liegt der Schwerpunkt des Boogie Woogie bei der Interpretation der Musik ohne vorher einstudierte Choreographie.
Viele alte Boogie-Hasen haben sich die Tanzfilme "Rock Around The Clock" und "Don't Knock The Rock" zum großen Vorbild genommen. Was wir heute mit Boogie Woogie bezeichnen, nannten die Tänzer aus diesen Filmen "Jitterbug, Swing oder Lindy Hop".

Den Höhepunkt erlebte dieser Tanz in den 50er Jahren. Seit dem nennt man den Boogie-Woogie auch "Rock'n'Roll der 50er Jahre". Wie damals, als er in Deutschland berühmt wurde, tanzt man den Boogie Woogie heute noch auf Szeneparties mit "Tellerrock, Petticoat und Pfedeschwanz" und auch die "Tolle" bei den Herren ist machmal zu bestaunen. Auf den Verantstaltungen trifft man neben einer Vielzahl von Freizeittänzern auch schon mal hochkarätige, internationale Turniertänzer.

 

 

Shim Sham
Der Shim Sham ist ein Gruppentanz, der ursprünglich aus dem Steptanz kommt. Er enthält viele Elemente, welche die afrikanischen Wurzeln erkennen lassen. Er gehört sozusagen zum Basiswissen aller Swing– und Stepptänzer und wurde früher oft gemeinsam mit dem Publikum nach einer Tanzshow als „Zugabe“ oder zum Finale einer Varietévorstellung getanzt. Hierzu begaben sich alle - Tänzer, Kellner, Musiker und Zuschauer - auf die Tanzfläche und tanzten gemeinsam diesen Shim Sham. Dieser Tanz mußte daher einfach genug sein, um von allen schnell erlernt werden zu können. Shim Sham gilt als die Nationalhymne der Steptänzer.

 

 

Charleston
Der Charleston ist ein afroamerikanischer Tanz, der seine Wurzeln in der Vermischung von afrikanischen und europäischen Tanzelementen durch die schwarzen Landarbeiter im Süden der Vereinigten Staaten hat. Der dazugehörige Musikstil war in den "Roaring Twenties" der überschäumende Ausdruck der vorherrschenden Lebensfreude!
Der "Charleston" wurde zu einem der beliebtesten amerikanischen Modetänze der 20er Jahre in Deutschland, und zum Gesellschaftstanz der Weißen. Eine der bekanntesten Vertreterinen war Josephine Baker, die 1927 mit ihrer "Charleston Jazzband" in Berlin gastierte.

 

 

Shag
Shag war der heißeste Tanz der College-Studenten in den 30er Jahren, weshalb manche Formen auch als Collegiate Shag bezeichnet werden. Shag ist einfach zu erlernen. Das Hüpfen und Kicken macht unheimlich Spaß. Shag kann zu Musik in mittlerem und schnellerem Tempo getanzt werden. Meistens wurde Shag in geschlossener Position getanzt, besitzt aber auch eine Vielzahl von offenen und Break-Away-Elementen.

 


Jitterbug Stroll
Der Jitterbug Stroll wurde 1992 von Ryan Francois auf ein Lied von Woody
Hermann "At the Woodchoppers ball" choreografiert. Quasi bereits auf dem Weg in seine Tanzstunde suchte er noch rasch ein Stück im Blues Schema um seinen Schülern ein paar Jazzsteps mitgeben zu können, welches aber eigentlich viel zu lang war. Erst später (1998) spielte Steven Mitchell (amerikanischer Swingtänzer und Sänger) auf seiner CD ein Stück namens Jitterbug Stroll ein, dass perfekt zur Choreographie passte und sogar die Ansagen der zu tanzenden Figuren enthielt. Seitdem ist das "Jahodihodi" aus der Swingwelt nicht mehr wegzudenken.

 

 

 

West-Coast-Swing
ist der Nationalstolz Kaliforniens. Wie es der Name schon sagt, findet dieser Tanz seinen Ursprung in der Swingfamilie. Es wird erzählt, dass der Tanz in den 1930er-Jahren zum ersten Mal im Savoy Ballroom, New York, aufgetaucht ist. Da Kameralinsen anfänglich keine Weitwinkel besassen, ist der Hollywood Filmindustrie dieser Tanz, wo die Frauen den Platz wechselten und die Männer an Ort blieben, wie gerufen gekommen.
Der West-Coast-Swing ist in den ganzen Vereinigten-Staten stark verbreitet. Unter der aktuellen Popmusik hat er sich zu einem progressiven Paartanz entwickelt. Bewegungen aus Hip Hop, Jazztanz, Latin etc. werden ins Tanzen integriert und an allen Anlässen und Turnieren in den USA gepflegt.
Mit (unbenannt) dem Jack&Jill, die wohl wichtigste Turnierform im West-Coast-Swing, wird zudem eine Führungsqualität erreicht, wie sie in anderen Tänzen nur selten anzutreffen ist. Beim Jack&Jill wissen die Tänzer und Tänzerinnen im Vorfeld nicht mit welchem Partner sie tanzen werden. Auch die Musik ist eine Überraschung.
Das WCS - Fieber erfasst nun auch Europa. Es macht einfach Spass, sich so zu bewegen und auf aktuelle Musik zu tanzen.
Im WCS tanzt die Dame auf einer Linie “slot” entlang, während der Herr eher stationär bleibt und sich mehr innerhalb oder außerhalb dieser Linie, in Anpassung an die jeweils geführte Figur, bewegt.
WCS kann zu jeder Musik im 4/4-Takt getanzt werden, sei es Soul, Funk, Rock and Roll, Pop oder Disco. Gegenwärtig erfährt WCS eine zunehmende Beliebtheit auch in Europa.

 

 

Balboa

 

Lindy Hop